MENSCHENKUNDE

Menschenskinder 



DIES IST EIN AUSZUG AUS VIELEN SCHRIFTEN DER MENSCHENKUNDE auch als
Antroposophie weniger bekannt, doch umso  lehr reicher  Jene Antroposophie eben ist.. !

Ich wusste nichts von alle dem und hatte viel Jenseitige Sichtungen, Erlebnisse, und wurde nicht darüber verrückt, allerdings bin ich somit freilich völlig aus dem Rahmen des Systems gefallen ! 

Gut 10 Jahre später  stiess ich auf die Schriften von Rudolf, über sein bekanntes Jugendbild.. Ich dachte intuitiv.. Den kenn ich doch !  Hier nun ein Auszug seines Schaffens ,- seiner Gabe an den Menschen  was er bereits vor 100 Jahren dem Menschen Kunde gab!

Ich habe diesen Ausschnitt gewählt weil er  all diese an meinen Erfahrungen wieder gibt und ich nicht an ihnen Irre wurde.. ! Ein Suchender das sehr wohl auch zu erfassen im Stande sein wird !

Es gibt auch Youtube Kanäle, alllerdings sind jene alle  meist ohne Quellangaben explizit und alle sind freilich von der Person des Kanalbetreibers  geprägt, von denen nicht ein einziger  niemals über seine eigenen Erfahrungen, so fern sie jemals welche hatten gesprochen, bzw. berichtet hat.  Dennoch wahren sie , betone wahren einige sehr hilfreich, aber eben nur weil ich wssze was da vor gelesen wurde, auf Grund meiner  Erfahrungen aus dem Aether und MIR !

Alle meine Kontaktversuche blieben einseitig !!!

Und so bleibt der,- ich nenne es mal " Überraschungseingeweihte" ziemlich allein nicht einsam aber eben ALL EIN ! 

Und ja auch deswegen weil ADAM  der Mensch - immer noch schläft...


Und das ist in der Tat 

Die Reise aller Reisen !

Kurt Meyer 
apis




"Zunächst müssen wir noch einmal die beiden Bewußtseins- zustände des Menschen genau betrachten, also jenen Bewußtseins- zustand, der vom Morgen, wenn der Mensch aufwacht, dauert bis zum Abend, wenn er einschläft, und den anderen Bewußtseins- zustand, der mit dem Einschlafen beginnt und mit dem Aufwachen endigt. Wir haben uns oft vor die Seele geführt, daß der Mensch, so wie er uns in seiner heutigen Gestalt entgegentritt, zunächst eine vierfache Wesenheit ist, daß er besteht aus dem physischen Leib, dem Ätherleib, dem astralischen Leib und dem Ich. In der äußeren Form erscheinen dem hellsehenden Bewußtsein diese vier Glieder so, daß zunächst, wie eine Art Kern, in der Mitte der physische Menschenleib ist. Lassen Sie uns nur ganz schematisch die Sache vor unsere Augen stellen (es wird gezeichnet). Dieser physische Leib ist durchdrungen während des Tages von dem sogenanntenÄtherleib, der nur ganz wenig, zunächst um den Kopf herum, wie ein heller Lichtschein hervorragt, der aber den Kopf ganz durch- dringt. Weiter nach unten wird der Äther- oder Lebensleib immer nebelhafter und undeutlicher, und je mehr wir uns den unteren Gliedern des Menschen nähern, desto weniger zeigt er die Form des physischen Leibes in so strengem Sinne. Diese zwei Glieder der menschlichen Wesenheit sind nun wiederum bei Tage eingehüllt von dem, was wir den astralischen Leib nennen, der nach allen Seiten wie ein Ellipsoid, wie eine Ei- form herausragt und in seiner Grundform leuchtende Strahlen hat, die eigentlich so aussehen, wie wenn sie von außen nach innen laufen und von außen nach innen den Menschen durchdringen würden. In diesen Astralleib sind hineingezeichnet eine Unsumme von verschiedenerlei Figuren, alle möglichen Arten von Linien und Strahlen, manche blitzartig, manche in sonderbaren Windun- gen. Das alles umgibt in den mannigfaltigsten Lichterscheinungen den Menschen. Der astralische Leib ist der Ausdruck seiner Leiden- schaften, seiner Instinkte, Triebe und Begierden, aber auch aller seiner Gedanken und Vorstellungen. In diesem astralischen Leib sieht das hellseherische Bewußtsein alles abgebildet, was man see- lische Erlebnisse nennt, von dem niedersten Triebe an bis hinauf zum höchsten sittlichen Ideale. Und dann haben wir das vierte Glied der menschlichen Wesenheit, das man so zeichnen möchte, als ob etwas Strahlen hereinsendet an den Punkt, der etwa einen Zentimeter hinter der Stirne liegt. Das würde die schematische Dar- stellung des viergliedrigen Menschen sein. Wir werden im Laufe dieser Vorträge sehen, wie sich die einzelnen Teile im Ganzen aus- nehmen. Das also ist der Mensch während des Tages, vom Morgen, wenn er aufwacht, bis zum Abend, wenn er einschläft. Abends nun, wenn er einschläft, bleiben im Bette liegen der physische und der Äther- leib, und es zeigt sich eine Art Herausströmen dessen, was wir als den astralischen Leib bezeichnet haben. Das «Herausströmen» ist etwas ungenau ausgedrückt. 

Eigentlich ist es, wie wenn eine Art Nebel sich bildete, so daß wir also in der Nacht den aus dem phy-sischen und ätherischen Leib herausgegangenen astralischen Leib wie eine Art von spiraligem Nebel um den Menschen herum sehen, währenddem das vierte Glied der menschlichen Wesenheit nach der einen Seite hin fast ganz verschwindet, das heißt ins Un- bestimmte verläuft. Der nach unten verlaufende Teil des Astral- leibes ist nur sehr schwach zu sehen, der obere Teil wird als der herausgetretene astralische Leib angesprochen. Nun haben wir schon gestern betont, was für den Menschen zu geschehen hat, wenn er die Einweihung empfangen soll. Wenn der Mensch sich nur mit dem beschäftigt, womit sich die Menschen in unserem Zeitalter gemeiniglich befassen, so kann er keine Ein- weihung erhalten. Der Mensch muß so vorbereitet werden, daß er während des gewöhnlichen Tageslebens jene Übungen macht, die ihm von den Eingeweihtenschulen vorgeschrieben werden, Medi- tation, Konzentration und so weiter. Diese Übungen sind im Grunde genommen in bezug auf ihre Bedeutung für den Menschen bei allen Einweihungsschulen dieselben. Sie sind nur insofern ein wenig voneinander verschieden, als sie, je weiter wir zurückgehen in die vorchristlichen Einweihungsschulen, mehr darauf gerichtet sind, das Denken, die Denkkräfte zu üben, zu trainieren. Je mehr wir uns den christlichen Zeiten nähern, desto mehr sind sie dar- auf gerichtet, die Gemütskräfte zu schulen, und je näher wir den neueren Zeiten kommen, desto mehr sehen wir, wie in den so- genannten Rosenkreuzerschulungen, durch die Forderungen und Bedürfnisse der Menschheit bedingt, eine besondere Art der Wil- lenskultur, der Willensübungen eingeführt wird. Wenn auch die Meditationen zunächst ähnliche sind wie in den anderen vorchrist- lichen Schulen, so herrscht doch überall auf dem Grunde der Rosen- kreuzerübungen eine besondere Schulung des Willenselementes. Worauf es aber ankommt und was ebenso erreicht wurde durch die Übungen der orientalischen Mysterienschulung, wie bei der ägyp- tischen und der pythagoräischen Schule und so weiter, und was auch die Wirkung jener Übungen ausmacht, die vorzugsweise von der Meditation des Johannes-Evangeliums ausgehen, das ist, daß auf den Menschen während des Tageslebens, wenn auch nurdurch kurze Zeit, meinetwegen nur fünf oder fünfzehn Minuten, so gewirkt wird, daß die Wirkung auch dann bleibt, wenn jener Zustand beim schlafenden Menschen eintritt, wo der astralische Leib herausgeht. 

Bei einem Menschen, der solche, sagen wir, okkulte Übungen macht, bei dem zeigt nach und nach der astra- lische Leib in der Nacht die mannigfaltigsten Veränderungen. Er weist andere Lichterscheinungen auf, er zeigt jene plastische Glie- derung der Organe, von der wir schon gesprochen haben; und dann wird das immer deutlicher und deutlicher. Der astralische Leib bekommt nach und nach eine innere Organisation, wie sie der phy- sische Leib in seinen Augen, Ohren und so weiter hat. Das würde aber noch immer nicht dahin führen, viel zu schauen, insbesondere nicht beim heutigen Menschen. Allerdings, einiges nimmt der Mensch schon wahr, wenn seine inneren Organe eine Weile ausgebildet sind. Dann beginnt er, während des Schlafes ein Bewußtsein zu haben. Geistige Umwelten dämmern heraus aus der sonstigen allgemeinen Finsternis. Was da der Mensch wahrnehmen kann, was namentlich in den älteren Zeiten der Mensch wahr- genommen hat, denn heute ist es schon seltener, das sind wunder- bare Bilder pflanzlichen Lebens. Das sind die primitivsten Er- rungenschaften des Hellsehertums. Wo früher nur die Finsternis der Bewußtlosigkeit war, steigt etwas wie ein traumhaft Leben- diges, aber Wirkliches von einer Art Pflanzengebilde auf. Und vie- les von dem, was Ihnen geschildert ist in den Mythologien der alten Völker, ist auf diese Art gesehen worden. Wenn geschildert wird in Sagen, daß Wotan, Wile und We einen Baum am Strande fanden und daß sie daraus den Menschen gebildet haben, so weist das darauf hin, daß es zuerst in einem solchen Bilde geschaut wor- den ist. In allen Mythologien können Sie diese primitive Art des Schauens, des pflanzlichen Schauens wahrnehmen. Die Schilderung eines solchen Schauens ist auch das Paradies, namentlich mit seinen beiden Bäumen der Erkenntnis und des Lebens; das ist das Ergeb- nis dieses astralischen Schauens. Und nicht umsonst wird Ihnen in der Genesis selber angedeutet, daß das Paradies und das, was über- haupt in dem Beginn der biblischen Darstellung geschildert wird,geschaut worden ist. Man muß nur erst die Bibel lesen lernen, dann wird man schon verstehen, wie tief und bedeutsam sie diesen geheimnisvollen Zustand festhält in ihren Schilderungen. So wie man heute lehrt über das Paradies, über den Beginn der Bibel, hat man früher nicht gelehrt. 

Da hat man hingewiesen darauf: Adam verfiel in einen Schlaf — und das war jener Schlaf, so sagte man den ersten Christen, in welchem Adam rückschauend die Erschei- nungen wahrnahm, die im Beginne der Genesis geschildert werden. Erst heute glaubt man, daß solche Worte wie «Adam verfiel in einen Schlaf» zufällig dastehen. Sie stehen nicht zufällig da. Jedes Wort in der Bibel ist von einer tiefen Bedeutung, und erst derjenige kann die Bibel verstehen, der jedes einzelne Wort zu würdigen weiß. Das ist also das Erste. Dann aber mußte in den vorchristlichen Mysterien noch etwas Besonderes eintreten. Wenn der Mensch also lange Zeit hindurch — und das dauerte sehr lange — seine Übungen gemacht hatte, wenn er das ungefähr aufgenommen hatte, was nötig war, um Ordnung zu schaffen in seiner Seele, wenn er in sich aufgenommen hatte das, was wir etwa heute Anthroposophie nen- nen, dann wurde er zuletzt der eigentlichen alten Initiation teil- haftig. Worin bestand diese alte Einweihung? Es genügt nicht, daß im astralischen Leib die Organe ausgebildet werden. Sie müssen sich abdrucken im Ätherleib. Wie das Petschaft seine Buchstaben abdruckt im Siegellack, so müssen die Organe des astralischen Leibes abgedruckt werden im Ätherleib. Zu diesem Zwecke wurde in alten Einweihungen der einzuweihende Schüler in eine ganz besondere Lage gebracht. Er wurde nämlich drei- einhalb Tage hindurch in einen todähnlichen Zustand gebracht. Wir werden immer mehr erkennen, daß jener Zustand heute nicht mehr durchgeführt werden kann und darf, sondern daß man jetzt andere Mittel der Einweihung hat. Ich schildere jetzt die vorchrist- liche Einweihung. In dieser wurde der Einzuweihende durch drei- einhalb Tage von dem, der das verstand, in einen todähnlichen Zu- stand gebracht. Entweder wurde er in eine Art kleinen Gemaches gelegt, in eine Art Grab. Da ruhte er in einem Zustand von Todes- schlaf. Oder aber er wurde in einer besonderen Lage an ein Kreuzgebunden mit ausgestreckten Händen, denn das fördert das Ein- treten jenes Zustandes, den man erzielen wollte. Wir wissen aus den mannigfaltigsten Vorträgen, daß der Tod beim Menschen dadurch eintritt, daß der Ätherleib mit dem astra- lischen Leib und dem Ich herausgeht und nur der physische Leib zurückbleibt. Da tritt etwas im Tode ein, was niemals sonst zwi- schen Geburt und Tod im regelmäßigen Verlauf des Lebens ein- getreten ist. Der Ätherleib hat niemals, auch im tiefsten Schlafe nicht, den physischen Leib verlassen, sondern war immer darinnen. Im Tode verläßt der Ätherleib den physischen Leib. Während jenes todesähnlichen Zustandes nun verließ wenigstens ein Teil des Ätherleibes auch den physischen Leib, so daß also ein Teil des Ätherleibes, der sonst darinnen war, in diesem Zustand sich draußen befand. Man schildert das, wie Sie wissen, in mehr exoterischen Vorträgen dadurch, daß man sagt, der Ätherleib werde heraus- gezogen. Das ist nicht eigentlich der Fall. Aber diese feinen Unter- scheidungen können wir erst jetzt machen. So also haben wir wäh- rend dieser dreieinhalb Tage, während welcher der Priester-Initiator den Einzuweihenden wohl überwachte, den Menschen in einem Zustande, daß nur sein unterer Teil mit dem Ätherleib vereinigt war. Das ist der Moment, wo sich der astralische Leib mit all dem, was er an Organen in sich ausgebildet hat, abdruckt im Ätherleibe. 

In diesem Moment tritt die Erleuchtung ein. Wenn der Einzu- weihende nach dreieinhalb Tagen erweckt wurde, dann war bei ihm das eingetreten, was man die Erleuchtung nennt, dasjenige, was folgen mußte auf die Reinigung, die bloß in der Ausbildung der Organe des astralischen Leibes besteht. Jetzt war der Schüler ein Wissender in der geistigen Welt. Was er früher gesehen hatte, war nur eine Vorstufe des Schauens. Diese Welt, die aus einer Art von Gebilden bestand, die vorzugsweise Pflanzen nachbildete, sie ergänzte sich jetzt durch wesentlich neue Gebilde. Nun kommen wir dahin, genauer zu charakterisieren, was der Eingeweihte anfing zu schauen. Jetzt, wo er bis zur Erleuchtung geführt war, da war es ihm klar, wenn er erweckt wurde, daß er etwas gesehen hatte, was er vorher niemals in sein Wissen hatteaufnehmen können. Was hatte er denn gesehen? Was konnte er sich in gewisser Beziehung als bedeutsames Erinnerungsbild seines Schauens vor die Seele rufen? Wenn wir uns klarmachen wollen, was der Betreffende gesehen hatte, dann müssen wir ein wenig Hin- blicken auf die Entwickelung des Menschen. Wir müssen uns erin- nern, daß erst allmählich der Mensch jenen Grad individuellen Bewußtseins bekommen hatte, den er heute hat. 

Daß er in einer solchen Weise zu sich Ich sagen kann, wie er es heute tut, das war nicht immer der Fall. Wir brauchen nur zurückzugehen in die Zeit, als die Cherusker, Heruler und so weiter in den Gegenden wohn- ten, wo heute die Deutschen leben. Da fühlte sich der einzelne nicht als Einzelmenschen-Ich, sondern als Glied seines Stammes. Wie die Finger sich nicht fühlen als etwas für sich Bestehendes, so fühlte der einzelne Cherusker nicht in der Weise, daß er zu sich unbedingt Ich sagte. Das Ich war das Ich des ganzen Stammes. Der Stamm stellte einen Organismus dar, und zusammengehörige Grup- pen von Menschen, die in der Blutsverwandtschaft verbunden waren, hatten sozusagen eine gemeinschaftliche Ich-Seele. Wie heute Ihre zwei Arme zu Ihrem Ich gehören, so waren Sie selbst Glieder einer größeren Gemeinschaft in jenen Zeiten. Das ist ja noch deutlich ausgesprochen bei dem Volke, das sich bekennt zum Alten Testamente. Da fühlte sich als ein Glied des Volkes jeder einzelne. Es ist so, daß der einzelne nicht im höchsten Sinne von sich sprach, wenn er das gewöhnliche Ich aussprach, sondern daß er etwas Tieferes fühlte, wenn er sagte: «Ich und der Vater Abraham sind eins.» Denn für ihn ging bis Abraham hinauf ein gewisses Ich-Bewußtsein, das durch alle Generationen von Abraham bis zum einzelnen herunterkam. Was blutsverwandt war, das war in einem Ich beschlossen. Es war wie eine gemeinsame Ich- Gruppenseele, die das ganze Volk umfaßte, und diejenigen, die die Dinge durchschauten, sagten sich: Das, was wirklich unser inner- stes, unvergängliches Wesen ausmacht, das wohnt nicht im einzel- nen, das wohnt im ganzen Volke. Alle einzelnen Glieder gehören zu diesem gemeinsamen Ich. — Daher war sich auch jeder solcher Bekenner klar: 

Stirbt er, dann vereinigt er sich mit einer unsicht-baren Wesenheit, die hinaufgeht bis zum Vater Abraham. Wirklich fühlte der einzelne, daß er hinaufkam in den Schoß Abrahams. Da fühlte er sich wie im Unvergänglichen geborgen in der Gruppen- seele des Volkes. Diese Gruppenseele des ganzen Volkes konnte nicht heruntersteigen auf den physischen Plan. Da sahen sie nur einzelne Menschengestalten. Aber die waren ihnen nicht die Wirk- lichkeit, sondern die Wirklichkeit war in der geistigen Welt. Sie ahnten, daß das, was durch das Blut fließt, das Göttliche sei. Und weil sie den Gott sehen mußten in Jehova, nannten sie dieses Gött- liche Jahve, oder auch sein Antlitz: Michael. Als geistige Gruppen- seele des Volkes betrachteten sie Jahve. Der einzelne Mensch hier konnte diese geistigen Wesenheiten nicht sehen. Der Eingeweihte, der den großen Moment erlebte, wo der astralische Leib in den Ätherleib hineingedruckt wurde 1 , der bekam zuerst die wichtigsten Gruppenseelen zu schauen. Wenn wir nämlich zurückschauen in die alten Zeiten der Menschheit, so fin- den wir überall, daß das gegenwärtige Ich sich herausentwickelt hat aus solchem Gruppenbewußtsein, Gruppen-Ich, so daß für den Seher, wenn er zurückschaut, die einzelnen Menschen immer mehr zusammenströmen in die Gruppenseelen. Nun gibt es hauptsäch- lich vier Typen von Gruppenseelen, vier Urbilder von Gruppen- seelen. Wenn man alle verschiedenen Gruppenseelen der verschie- denen Seelen nimmt, so haben sie eine gewisse Ähnlichkeit, aber auch Verschiedenheiten. Teilt man sie ein, so erhält man vier Grup- pen, vier Urbilder. Man bekommt sie deutlich zu sehen, wenn man hellseherisch zurückschaut in jene Zeit, als der Mensch noch nicht im Fleische war, noch nicht herabgestiegen war auf die Erde. Denn jetzt müssen wir uns genauer darstellen den Moment, wo der Mensch herabgestiegen ist ins Fleisch aus den geistigen Regionen. Wir können diesen Moment nur in großen Symbolen schildern. Einmal gab es eine Zeit, wo unsere Erde eine viel weichere Materie hatte als heute, wo noch nicht Fels und Stein so verfestigt waren wie heute, wo die Pflanzenformen noch anders aussahen, wo das Ganze wie ein Urmeer in Wasserhöhlen eingebettet war, wo Luft und Wasser nicht geschieden waren, wo von all den Wesen,die heute auf der Erde wohnen, Tiere und Pflanzen im Wasser aus- gebildet waren. Als die mineralischen Wesen anfingen ihre heutige Form zu bekommen, da konnte man sagen: Der Mensch trat aus der Unsichtbarkeit hervor. So stellte er sich dem Einzuweihenden dar. Außen mit einer Art von Schale umgeben, stieg er aus den Regionen herunter, die heute die Luftregionen sind. Der Mensch war noch nicht dicht physisch da, als das Tier schon im Fleisch vorhanden war. Er war eine feine Luftwesenheit, selbst in den lemurischen Zeiten noch. Und er hat sich so herausgegliedert, daß sich das hellseherische Bild darstellt mit den vier Gruppenseelen: auf der einen Seite wie ein Löwenbild, auf der anderen wie das Bild eines Stieres, oben wie das eines Adlers, und in der Mitte unten etwas, was schon menschenähnlich ist. So zeigt sich das hell- seherische Bild. So kommt aus dem Dunkel des Geisterlandes her- aus der Mensch. Und das, was ihn an Kraft ausgebildet hat, das erscheint in einer Art Regenbogenbildung. 

Die mehr physischen Kräfte umgeben die ganze Bildung dieses Menschen wie ein Regen- bogen. — Man muß auf den verschiedensten Gebieten und in der verschiedensten Weise dieses Menschwerden schildern. Jetzt wird es geschildert, wie es dem Forscher im Rückblick erscheint: wie diese vier Gruppenseelen sich herausgestaltet haben aus dem gemeinsamen Göttlich-Menschlichen, das heruntersteigt. Man hat von jeher diesen Moment symbolisch in die Form gebracht, die Sie auf dem zweiten der sogenannten sieben okkulten Siegel dargestellt finden. Das ist die symbolische Darstellung, sie ist aber mehr als ein bloßes Symbolum. Da haben Sie herauskommend aus dem unbestimmten Geistigen diese vier Gruppenseelen, den Regen- bogen ringsherum und eine Zwölfzahl. Wir müssen auch verstehen, was diese Zwölfzahl bedeutet. Wenn Sie das herauskommen sehen, was eben geschildert wor- den ist, so haben Sie hellseherisch das Gefühl: Das ist von etwas umgeben, was ganz anderer Wesenheit und Art ist als das, was da heraustritt aus dem unbestimmten Geistigen. Und das, wovon es umgeben ist, das symbolisierte man in alten Zeiten in dem Tier- kreis, in den zwölf Zeichen des Tierkreises. — Der Moment des Ein-tretens in das Hellsehen ist noch mit mancherlei anderen Erlebnis- sen verknüpft. Das erste, was der, dessen Ätherleib heraustritt, wahrnimmt, ist: er kommt sich vor, wie wenn er größer und größer würde und sich ausdehnte über das, was er da wahrnimmt. Es kommt der Moment, wo der Eingeweihte sich sagt: Ich sehe nicht bloß diese vier Gestalten, sondern ich bin da drinnen, ich habe mein Wesen darüber ausgedehnt. — 

Er identifiziert sich damit. Er nimmt das wahr, was durch die zwölf Sternbilder, durch die Zwölf- zahl symbolisiert wird. Was sich da ausdehnt ringsherum um das, was sich enthüllt, das werden wir am besten verstehen, wenn wir uns wieder daran erinnern, daß unsere Erde frühere Verkörperun- gen durchgemacht hat. Wir wissen ja: Bevor die Erde Erde wurde, ging sie durch den Zustand des Saturns, dann durch den der Sonne, dann durch den des Mondes, und dann erst wurde sie Erde im heu- tigen Sinne. Das war notwendig. Denn nur dadurch war es mög- lich, daß auf der heutigen Erde die Wesenheiten herauskamen, die eben herausgekommen sind. Die mußten sich allmählich durch solche Verwandlungsformen hindurcharbeiten. Wenn wir also in urferne Vergangenheit zurückblicken, so schauen wir auf den ersten Zustand unserer Erde, den des alten Saturns, der im Anfange seines Daseins noch nicht einmal leuch- tete. Er war eine Art Wärmezustand. Sie hätten ihn nicht so sehen können wie eine glänzende Kugel, sondern wenn Sie sich dem Saturn genähert hätten, würden Sie in einen wärmeren Raum hineingekommen sein, weil er eben bloß in einem Wärme- zustand war. Nun könnte man fragen: Hat denn mit dem Saturn das Welt- werden begonnen? Haben nicht andere Zustände vielleicht erst das herbeigeführt, was Saturn geworden ist? Gingen dem Saturn nicht noch andere Verkörperungen voran? — Es würde schwer sein, vor den Saturn zurückzugehen, weil nämlich erst beim Saturn etwas beginnt, ohne das wir gar nicht hinter den Saturn zurückgehen können. Mit dem Saturn beginnt nämlich erst das, was wir Zeit nennen. 

Vorher gab es andere Formen des Seins, das heißt, eigent- lich können wir gar nicht von vorher sprechen, weil noch keineZeit da war. Die Zeit hat auch einmal angefangen. Vor dem Saturn gab es keine Zeit, da gab es nur Ewigkeit, Dauer. Da war alles gleichzeitig. Daß die Vorgänge einander folgen, das trat erst mit dem Saturn ein. In derjenigen Weltenlage, wo nur Ewigkeit, Dauer ist, da gibt es auch keine Bewegung. Denn zur Bewegung gehört Zeit. Da gibt es keinen Umlauf, da ist Dauer und Ruhe, wie man auch sagt im Okkultismus: Da ist selige Ruhe in der Dauer. Das ist der Ausdruck dafür. Selige Ruhe in der Dauer ging dem Saturn- zustand voran. Die Bewegung der Weltenkörper trat erst mit dem Saturn ein, und man faßte die Bahn, die angedeutet wird durch die zwölf Zeichen des Tierkreises, als Anzeichen dafür auf. Und wäh- rend ein Planet in einem solchen Sternbilde lief, sprach man von einer Weltenstunde. Man betrachtete das als eine Weltenstunde. Zwölf Weltenstunden, Tagstunden zwölf und Nachtstunden zwölf! Einem jeden Weltenkörper, dem Saturn, der Sonne und dem Monde wird zugezählt eine Aufeinanderfolge von Weltenstunden, die sich zu Weltentagen gruppieren, und zuletzt so, daß von diesen zwölf Zeiträumen sieben äußerlich wahrnehmbar sind und fünf mehr oder weniger äußerlich unwahrnehmbar verlaufen. Man unter- scheidet daher sieben Saturnkreisläufe oder sieben große Saturn- tage und fünf große Saturnnächte. Sie können auch sagen, fünf Tage und sieben Nächte, denn der erste und letzte Tag sind Däm- merungstage. 

Man ist gewohnt, solche sieben Kreisläufe, sieben Weltentage «Manvantara» zu nennen und die fünf Weltennächte «Pralaya». Wenn man es ganz entsprechend unserer Zeitenzählung haben will, dann zählt man je zwei planetarische Zustände zusam- men, also Saturn und Sonne, Mond und Erde. Dann erhält man je vierundzwanzig Kreisläufe. Diese vierundzwanzig Kreisläufe bilden wichtige Epochen in der Weltendarstellung, und diese vierund- zwanzig Epochen denkt man sich geregelt durch Wesenheiten im Weltenall, die Ihnen in der Apokalypse als die vierundzwanzig Ältesten angedeutet werden, die vierundzwanzig Regler der Welten- umläufe, der Weltenzeiten. Auf dem Siegelbild sind sie angedeutet als die Weltenuhr. Die einzelnen Ziffern der Uhr sind hier nur unterbrochen durch die Doppelkronen der Ältesten, um anzudeu-ten, daß das die Zeitenkönige sind, weil sie die Umläufe der Weltenkörper regeln. (Siehe das zweite Siegelbild.) So sieht der Eingeweihte zunächst zurück in dieses Bild der Vorzeit. Nun aber müssen wir uns fragen: Warum sieht der Ein- geweihte dieses Bild? — Weil in diesem Bilde symbolisch-astral isch dargestellt werden die Kräfte, die in seiner heutigen Gestalt den menschlichen Ätherleib und danach den physischen gebildet haben. Wie das ist, können Sie sich leicht denken. Denken Sie sich, der Mensch liegt im Bette, verläßt mit seinem Astralleib und Ich den physischen Leib und Ätherleib. Nun gehören aber zum physischen Leib und Ätherleib, wie sie heute sind, zum heutigen physischen Menschenleib und Ätherleib der astralische Leib und das Ich. Für sich kann dieser physische Leib und kann dieser Ätherleib nicht bestehen. Sie sind so geworden, weil ihnen der astralische Leib und das Ich eingegliedert sind. Nur ein physischer Leib, in dem kein Blut fließt und kein Nervensystem ist, kann ohne astralischen Leib und Ich sein. Deshalb kann die Pflanze ohne astralischen Leib und Ich sein, weil sie kein Blut und kein Nervensystem hat. Denn das Nervensystem hängt zusammen mit dem astralischen Leib und das Blut mit dem Ich. 

Kein Wesen hat im physischen Leib ein Nerven- system, das nicht durchdrungen ist von einem astralischen Leibe, und kein Wesen hat im physischen Leibe ein Blutsystem, in das nicht das Ich eingezogen ist. Denken Sie, was Sie jede Nacht tun. Sie verlassen schnöde Ihren physischen und Ätherleib und über- lassen sie mit dem Blut- und Nervensystem sich selber. Wenn es bloß auf Sie ankäme, würde in jeder Nacht dadurch, daß Sie Ihr Nerven- und Blutsystem verlassen, der physische Leib zugrunde gehen müssen. Er würde in demselben Augenblicke sterben, wo der astralische Leib und das Ich den physischen und den Ätherleib ver- lassen. Aber der hellsehende Blick sieht, wie dann andere Wesen- heiten, höhere geistige Wesenheiten ihn ausfüllen. Er sieht, wie sie in ihn hineingehen und das tun, was der Mensch in der Nacht eben nicht tut: das Blut- und Nervensystem versorgen. Das sind die- selben Wesenheiten aber, welche den Menschen, soweit er aus einem physischen und Ätherleib besteht, geschaffen haben; nichtbloß heute, von Inkarnation zu Inkarnation. Es sind die gleichen Wesenheiten, die auf dem alten Saturn die erste Anlage des phy- sischen Leibes entstehen ließen und die auf der Sonne den Äther- leib herausgebildet haben. Diese Wesenheiten, die gewaltet haben vom Urbeginn des Saturn- und Sonnendaseins an im physischen und Ätherleib, sie walten in ihm jede Nacht, während der Mensch schläft und den physischen und den Ätherleib schnöde verläßt, so- zusagen sie dem Tode preisgibt; sie dringen hinein und versorgen sein Nerven- und Blutsystem. Daher ist es auch begreiflich, daß in dem Moment, wo der Astralleib den Ätherleib berührt, um sich in ihm abzudrucken, daß, da der Mensch von diesen Kräften, die ihn gebildet haben, durchdrungen ist, daß er da das Bild dieser Kräfte sieht, die in dem zweiten Siegel symbolisiert sind. Was ihn erhält und zusammen- hängend macht mit dem ganzen kosmischen Weltall, das leuchtet auf in diesem Moment der Einweihung. Er sieht dasjenige, was die beiden Glieder seiner Wesenheit, den physischen und den Äther- leib, gebildet hat, was sie jede Nacht in ihrem Leben aufrecht erhält. Er selbst aber hat noch keinen Anteil daran, denn er kann noch nicht in diese beiden Glieder seines Wesens hineinarbeiten. Dem Menschen nach würde der physische und der Ätherleib, die in der Nacht im Bette liegen, zum Pflanzendasein verdammt sein, denn er überläßt beide sich selbst. 

Daher ist für den Menschen der Schlafzustand ein unbewußter, wie ihn die Pflanze immer hat. Wie steht es nun mit dem, was während des Schlafes heraus- gerückt ist beim gewöhnlichen Menschen, wie steht es mit dem astralischen Leib und dem Ich? Diese sind ja auch nicht bewußt in der Nacht. Beim gewöhnlichen Menschen wird während des Nachtschlafes nichts innerhalb des astralischen Leibes erfahren. Aber denken Sie jetzt einmal, Sie übten die sieben Stufen der Johannes-Einweihung, diese bedeutungsvollen Momente der christ- lichen Gemütseinweihung. Dann würde für Sie nicht bloß das auf- treten, was bisher geschildert worden ist. Ganz abgesehen davon, daß Sie bei der Berührung des astralischen Leibes mit dem Äther- leibe hellseherische Kraft entwickeln können, würde noch etwasanderes auftreten. 

Der Mensch wird sich bewußt der seelischen Eigenheiten, der seelisch-menschlichen Eigenschaften der astra- lischen Welt und der devachanischen Welt, aus der er eigentlich herausgeboren ist seiner Seele nach. Und es tritt zu diesem Bilde ein noch höheres Symbolum, das die ganze Welt zu erfüllen scheint. Zu diesem Symbolum der alten Einweihung tritt für den, der durch die Johannes-Einweihungsstufen geht, etwas hinzu, was am besten durch das erste Siegel dargestellt wird. Als eine hellseherische Er- scheinung sieht er den Priesterkönig mit goldenem Gürtel, mit Füßen, die aus Metallguß zu bestehen scheinen, das Haupt bedeckt mit Haaren wie von weißer Wolle, aus dem Munde ein feuriges Schwert flammend und in der Hand die sieben Weltensterne: Saturn, Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus. 

Die Gestalt, die in der Mitte auf dem zweiten Siegelbild ist, war in der alten Einweihung nur als die fünfte der Gruppenseelen an- gedeutet. Sie ist das, was in der Menschheit der alten Zeit erst in der Keimanlage vorhanden war und erst in der christlichen Ein- weihung herausgekommen ist als das, was man auch als Menschen- sohn bezeichnet, der die sieben Sterne beherrscht, wenn er völlig in seiner wahren Gestalt vor dem Menschen auftritt. So also soll uns durch diese zunächst symbolische Art der Dar- stellung vor allen Dingen klar sein, daß man dasjenige, was beim heutigen Menschen als Trennung der verschiedenen Glieder auf- tritt — physischer und Ätherleib auf der einen Seite, astraüscher Leib und Ich auf der anderen —, so behandeln kann, daß beides sozusagen zur Einweihung sein Stück beitragen kann, zunächst durch die Einweihungsform bei der Berührung des astralischen Leibes mit dem Atherleib, wo die vier Gruppenseelen aufleuchten, dann bei der Behandlung des Astralleibes, so daß dieser im beson- deren sehend wird. Früher war ein eigentliches Sehen in der über- sinnlichen Welt höchstens bis zu einer Art pflanzlicher Durch- lebung der Welt gekommen. Durch die christliche Einweihung ist das gegeben, was eine höhere Einweihungsstufe im astralischen Leib bedeutet und was symbolisch angedeutet wird durch das zweite Bild.Da haben Sie die beiden Dinge aus dem Einweihungsprinzip heraus selber geschildert, die Sie an der Spitze der Apokalypse geschildert finden. Nur hat der Apokalyptiker sie in umgekehrter Reihenfolge geschildert, und dies mit Recht. Er hat geschildert zuerst das Gesicht des Menschensohnes, das Gesicht dessen, der da ist, der da war und der da sein wird, und dann das andere. Beide sind Symbole für das, was der Eingeweihte während der Ein- weihung erlebt. So haben wir vor unsere Seele treten lassen, was in gewissen Fällen der Einweihung geschieht und zunächst erlebt wird. Morgen wollen wir zu den Einzelheiten weiterschreiten dieser realen wirk- lichen Erlebnisse, und wir werden sie sich spiegeln sehen in der grandiosen Darstellung der Apokalypse des Johannes.




Kurt Meyer 
apis

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